Die Matronen der Haselburg

Was sind Matronen?

Matronen sind Fruchtbarkeitsgöttinnen. Bei den Römern war das Fest der Mütter ein heiliger Tag. Dieser Festtag wurde ausschließlich von Frauen bei einem heiligen Hain begangen. Die diesem Tag folgende Periode – genannt Matronalia – der Selbstkasteiung und Fasten der Frauen dauerte bis zu den Festspielen der Ceres, die im April stattfanden.

So betrachtet ist diese Zeit der Reinigung als Vorläufer der christlichen Fastenzeit zu betrachten.
Die Riten sind bis heute im Dunkeln geblieben, da sie vor Männern streng geheimgehalten wurden. Ceres war übrigens die Erdmutter und die Matronalia diente zweifellos der Vorbereitung der Erdmutter für die Wiedergeburt im Frühling.

Eine andere Version ist die Übernahme der in Dreizahl verehrten segenspendenden keltisch-germanischen Muttergottheiten durch die hier stationierten Römer.

Das Original des Matronensteines ist in der Friedhofskapelle Mümling-Grumbachs zu finden. Der Fundort ist allerdings unbekannt.
Auf dem Stein sind drei Frauengestalten zu sehen, die Schalen mit Früchten in den Händen halten.

Sie symbolisieren die Fruchtbarkeit, das Schenken und das Spenden von Segen und Fülle der Erde – Erdmutter Ceres.

Barbara G. Walker
Das geheime Wissen der Frauen
Gebundene Ausgabe – 1226 Seiten – Arun-Verlag – 2007
ISBN: 978-3866630208 – 29,95 Euro
Schon vor Jahren galt dieses Buch als Standardwerk. Sehr viele Informationen, fundiert und spannend geschrieben. Leider nur noch antiquarisch zu erhalten.

Freilichtmuseum Villa Haselburg

 

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Lage

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