Einhardsbasilika

Einhardsbasilika in Michelstadt – Steinbach

Einhardsbasilika in Michelstadt-Steinbach

Einhardsbasilika (Archivfoto, 2000)

Die Einhard-Basilika ist die älteste karolingische Basilika nördlich der Alpen und dazu noch eines der besterhaltenen karolingischen Bauwerke Deutschlands und wurde um 829 nach etwa drei Jahren Bauzeit fertig gestellt.

Kaiser Ludwig der Fromme schenkte 815 Michelstadt und Umgebung Einhard und seiner Frau Imma. In den Jahren, wo Einhard in Michelstadt lebt, erbaute er die Basilika mit der Krypta.

Dort ruhten auch für kurze Zeit die Gebeine der im Jahre 304 in Rom enthaupteten Märtyrer Marcellinus und Petrus. 827 wurden deren Gebeine über die Alpen in den Odenwald überführt. Ihre letzte Ruhe fanden sie endgültig in Seligenstadt, wo Einhard eine zweite Basilika gebaut hatte.

Von Basilika zum Kloster, vom Hospital zum Lagerraum

Nach dem Tod Einhards fiel die Basilika an die Reichsabtei Lorsch, die dort ein Kloster der Benedektiner einrichtete. Um 1232 wurde aus dem Benediktiner-Kloster ein Nonnenkloster, das bis etwa 1535 existierte. Später wurde es vom Grafen Erbach gekauft und in ein Hospital umgewandelt. Zuletzt war die Basilika nur noch ein Lagerraum. 1968 wurde die Basilika vom Land Hessen übernommen und vor dem endgültigen Verfall bewahrt.

Öffnungszeiten

April bis Oktober
Di – So 10 – 18 Uhr
Pfingsmontag geöffnet, aber der darauf folgende Dienstag geschlossen

Eintrittspreise

Erwachsene 3,50 €
ermäßigt 2 €
Familienkarte 8 €

Wie kommen Sie zur Einhard-Basilika?

Aus welcher Richtung Sie auch kommen, Sie fahren nach Steinbach hinein.
Wenn Sie aus Richtung Worms kommen, biegen Sie nach der Fußgängerampel in die zweite Straße links ab.
Kommen Sie von Michelstadt, überqueren Sie die Bahnhofgleise und fahren danach die nächste öffentliche Straße rechts hinein.
Die Einhard-Basilika ist sehr gut ausgeschildert und es gibt einen recht großen Parkplatz.

Lage

Literatur zur Einhardsbasilika

Sehr viel Literatur zur Einhard-Basilika gibt es leider nicht. Deshalb ist ein Jahrhundert-Blick auf die Basilika interessant und reizvoll. Wie wird sie heute in ihrer Bedeutung eingeschätzt und wie war das 1885, also vor über 100 Jahren?

Andrea Banse - Einhards-Basilika

Andrea Banse – Einhards-Basilika

Andrea Banse
Einhards-Basilika
Wandel und Funktion eines Kulturdenkmals für eine Region
Andrea Banse, Michelstadt, 1999, 2015
243 Seiten, zahlreiche s/w-Abb.
ISBN 9783000044236
19,50 €
Andrea Banse untersucht vor allem die Wechselwirkung und den Einfluß der geistlichen und weltlichen Machtstrukturen auf die Region. Besonders interessant ist das Kapitel 8: Die Einhards-Basilika als Kulturdenkmal.

Das Buch verschafft einen sehr guten Überblick über die Geschichte der Basilika, den bisherigen Grabungen und Forschungen. Direktbestellung bei Andrea Schnellbacher, der Autorin.

 

Die Einhards-Basilika in Steinbach bei Michelstadt im Odenwald

Die Einhards-Basilika in Steinbach bei Michelstadt im Odenwald

Thomas Ludwig, Otto Müller, Irmgard Widdra-Spiess
Die Einhards-Basilika in Steinbach bei Michelstadt im Odenwald
Hrsg. vom Landesamt für Denkmalpflege Hessen unter Mitwirkung der Einhard-Arbeitsgemeinschaft e.V.
Verlag Philipp von Zabern, Mainz, 2000
2 Bände Textband X, 287 S. / Tafelband V, 16 S. 119 Abb., 158 tls. farb. Taf.
ISBN 3-8053-1322-5
ab 150 € antiquarisch zu erhalten.

 

Im Textband erhalten Sie eine Fülle von historischen und bautechnischen Informationen über die Basilika. Im Bildband wird die Basilika fotografisch dokumentiert und bietet Aufrisse zu Baubestand und Rekonstruktion.

 

Dr. Rudolf Adamy - Die Einhard-Basilika zu Steinbach im Odenwald

Dr. Rudolf Adamy – Die Einhard-Basilika zu Steinbach im Odenwald

Dr. Rudolf Adamy
Die Einhard-Basilika zu Steinbach im Odenwald
Faksimila der Ausgabe von 1885
Verlag Degener & Co, Neustadt an der Aisch, 2000
46 Seiten, zahlreiche s/w-Abb., Zeichnungen und Tafeln
ISBN 3-7686-5175-4
23,50 €

 

Rudolf Adamy grub Februar/März 1884 an der Einhard-Basilika. Er dokumentierte als Erster die Ausgrabungen mit Fotos und rekonstruierte die Basilika. Seine zeichnerische Rekonstruktion wird auch heute noch für wahrscheinlich gehalten.

Der ursprünglich im März 2000 veröffentlichte Artikel wurde aktualisiert.

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