Eberbach

Das rote Krokodil im Naturpark-Zentrum Eberbach

Einen interessanten Fund kann man sich im Naturpark-Zentrum Eberbach anschauen.
Gefunden wurde der Fussabdruck schon 1994 am Eberbacher Scheuerberg (Westhang), aber erst mehr als 15 Jahre später identifizierte man ihn als den recht seltenen Fußabdruck eines Erythrosuchus. Dieser Saurier aus der Gruppe der Chirotherien (Handtiere) wird auf über 250 Mill. Jahre geschätzt, da der Abdruck aus dem Unteren Buntsandstein stammt.
Im Oktober 2011 stellte man eine 1:5 große Replik aus Kunstharz samt lebensgroßer Leinwanddarstellung, Infotafeln und Fussabdruck aus. Dr. Marco Lichtenberger hielt einen Vortrag über den Saurier, da er den Abdruck wissenschaftlich untersuchte.

Bericht von Hubert Richter bei youtube Ausstellung Erythrosuchus – das rote Krokodil aus Eberbach am Neckar 16.10.2011

Ein Interview (30.07.2010)mit dem Geologen Dr. Marco Lichtenberger in der NOKZEIT: Eberbacher Saurier lebte auf großem Fuß

Das Rote Krokodil ist heute im Naturpark-Zentrum, Thalheim’sche Haus, in Eberbach zu sehen.
Ein Kurzfilm zeigt einige Impressionen aus der Ausstellung.

Buchtipp

Lichtenberger, M. (2007): Saurier aus dem Odenwald, 136 Seiten, Jens Seeling Verlag (Frankfurt), 16,80 €. ISBN: 978-3-938973-04-2

Im Odenwald haben sich in den verschiedenen Abschnitten der Erdgeschichte lebensfeindliche Wüsten, subtropische Meere und eiszeitliche Steppen ausgedehnt. Diese Landschaften und besonders die Tiere und Pflanzen, die in ihnen lebten, haben ihre Spuren hinterlassen. Sie zeigen, dass hier einst riesige Lurche, verschiedene Raubsaurier und delfinähnliche Fischechsen lebten. Das Buch gibt einen lebendigen Abriss über die Erdgeschichte des Odenwaldes und beschreibt die Spuren ausgestorbenen Tiere. Anhand der Fossilien werden die damaligen Lebewesen, Biotope und Lebensgemeinschaften wieder zum Leben erweckt. Anschaulich geschrieben und mit über 40 farbigen Abbildungen und mehr als 60 Fotos illustriert, bietet der Band eine kleine Sammlung von Zeitfenstern, die einen Blick in die vielfältige Lebensgeschichte des Odenwaldes gewähren.

Quelle: Marco Lichtenberger

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